Diagnose

Am Anfang jeder Harnsteinbehandlung steht eine sorgfältige Abklärung. Sie zeigt, wo der Stein liegt, wie groß er ist und ob er den Harnabfluss behindert – und damit, welche Behandlung für Sie die richtige ist.

Typische Beschwerden

  • plötzliche, krampfartige Schmerzen in der Flanke oder im Rücken, die in Unterbauch oder Leiste ausstrahlen können (Nierenkolik)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Blut im Urin
  • häufiger Harndrang oder Brennen beim Wasserlassen

Manche Steine verursachen lange keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt.

Untersuchungen

Gespräch und körperliche Untersuchung

Wir fragen nach Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamenten, Ernährung und früheren Steinen.

Ultraschall

Der Ultraschall von Nieren und Blase ist schmerzfrei, ohne Strahlenbelastung und zeigt, ob sich der Urin in der Niere staut.

Urin- und Blutuntersuchung

Sie geben Hinweise auf Entzündungen, die Nierenfunktion und mögliche Stoffwechselursachen.

Computertomographie (Low-Dose-CT)

Die niedrig dosierte CT ohne Kontrastmittel ist die genaueste Methode, um Harnsteine nachzuweisen und ihre Größe und Lage zu bestimmen.

Steinanalyse

Ein abgegangener oder entfernter Stein wird im Labor untersucht. Die Zusammensetzung ist die Grundlage für eine gezielte Vorbeugung.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Fieber oder Schüttelfrost zusammen mit Nierenschmerzen kann auf eine gestaute, infizierte Niere hinweisen. Das ist ein Notfall – wenden Sie sich umgehend an eine Praxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder in dringenden Fällen den Notruf 112.